INNOSPRINT 2026: Bewerbungsaufruf für „Zirkuläres Bauen“ – Dortmund sucht praxisnahe Ideen für ressourcenschonende Bauweisen

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Der Bausektor gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. In Deutschland sind etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen sowie etwa 55 Prozent des Abfallaufkommens auf die Baubranche zurückzuführen. Neue Ansätze sind notwendig, damit eingesetzte Baumaterialien lange und möglichst ohne Qualitätsverlust in geschlossenen technischen oder biologischen Kreisläufen geführt werden können und nicht als Abfall enden.

 

Daher organisiert das Projekt DoZirkulär2030 mit dem Team greenhouse.ruhr der Wirtschaftsförderung Dortmund den INNOSPRINT Zirkuläres Bauen. Das Innovationsformat findet statt vom 9. bis 13. November. Es zielt darauf ab, dass ausgewählte Teams aus der Dortmunder Bauwirtschaft sowie bau-nahe Dienstleistungsunternehmen und Gründer*innen zusammenarbeiten, um innovative Ideen und realisierbare Lösungsansätze zu entwickeln, die zeigen, wie der Markt für zirkuläres Bauen in Dortmund weiter vernetzt werden kann, damit tragfähige Geschäftsmodelle als Teil der regionalen Kreislaufwirtschaft entstehen können. 

 

Termine und Veranstaltungsorte

>> Mo, 9.11. – Fr, 13.11.26, täglich ca. 9:00 - 16:00 Uhr // Auftaktveranstaltung, tägliche Workshops, Exkursion, individuelles Matchmaking und freies Arbeiten inkl. Verpflegung // Innovationsraum „Projektor“, Kleppingstraße 28, 44135 Dortmund

>> Fr., 20.11.26// Abschlussevent mit Pitch und Prämierung der TOP 3 // Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund

 

Wie funktioniert ein INNOSPRINT?

Das Format bringt Gründende, Startups und Innovationstreibende aus Unternehmen sowie Einzelpersonen und Initiativen mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Dortmunder Stadtgesellschaft zusammen. Bei der Entwicklung der Ideen werden die Teilnehmenden über den Zeitraum von einer Woche methodisch und auch fachlich von Expert*innen begleitet und unterstützt.

 

Bewerbung, Teilnahme, Preisgeld

Für den INNOSPRINT kann sich jede Person und jede Organisation bewerben, die eine überzeugende Idee hat, wie kreislauffähiges Bauen in Dortmund und der Region effizient vorangebracht werden kann. Insgesamt stehen im INNOSPRINT maximal acht Plätze für Teams/Einzelpersonen zur Verfügung. Im Falle von mehr als acht eingegangenen Bewerbungen entscheidet eine Jury über die Teilnahme der Bewerber*innen. Da der INNOSPRINT eine individuell auf die Teams abgestimmte Betreuung bietet, ist die Teilnahme an den täglichen Arbeitsphasen sowie der Auftakt- und Abschlussveranstaltung für die ausgewählten Teilnehmer*innen obligatorisch.

Bewerbungen sind bis einschließlich 30. September 2026 möglich. Weitere Informationen zur Bewerbung und Teilnahme gibt es unter https://greenhouse.ruhr/programme/innosprint/ (Direkter Link zum Bewerbungsformular).

 

Alle INNOSPRINT-Teams erhalten ein Preisgeld von mindestens 2.000 €. Darüber hinaus entscheidet eine Fachjury während des Abschlussevents über die TOP3 [Platz 1 = 5.000 €, Platz 2 = 4.000 €, Platz 3 = 3.000 €,* siehe Teilnahmebedingungen].

 

Wir suchen konkrete Ideen zu folgenden INNOSPRINT-Schwerpunktthemen:

Rückbau, Abbruch & Wiederverwendung

  • Wie können Materialien systematisch rückgebaut und weiterverwendet werden?
  • Wie lassen sich Entsorgungskosten senken?
  • Welche neuen Dienstleistungen entstehen rund um „Urban Mining“?
  • Mögliche Innovationsrichtungen: Wiederverwendungsorientierter Rückbau statt Abbruch, Materialinventarisierung vor Sanierung, Kooperationen mit Weiterverwertern

Sekundärbaustoffe & Materialkreisläufe

  • Wie können Sekundärbaustoffe marktfähig eingesetzt werden?
  • Wie entstehen stabile Lieferketten?
  • Wie überzeugt man Kund*innen?
  • Mögliche Innovationsrichtungen: Neue Produktlinien aus Rezyklaten, Qualitätssicherung & Zertifizierung, Regionale Materialnetzwerke

Planung, Architektur & digitale Lösungen

  • Wie kann Zirkularität früh in der Planung berücksichtigt werden?
  • Wie lassen sich Materialien dokumentieren?
  • Wie entstehen bessere Entscheidungsgrundlagen?
  • Mögliche Innovationsrichtungen: Materialpässe, Planungs-Tools für zirkuläres Bauen, Datenmodelle für Lebenszyklen 

 

Der Innovationssprint für Zirkuläres Bauen wird durchgeführt von greenhouse.ruhr in Kooperation mit DoZirkulär2030. 

Mit dem greenhouse.ruhr Programm hat die Wirtschaftsförderung Dortmund im Jahr 2020 das erste Social Entrepreneurship Gründungsprogramm einer Kommune im Ruhrgebiet auf den Weg gebracht um insbesondere Gründer*innen mit nachhaltigen Geschäftsideen zu fördern. Darüber hinaus unterstützt das Programm den Auf- und Ausbau eines Ökosystems für Soziale Innovation in der Region durch die enge Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft bei der Bearbeitung (stadt)gesellschaftlicher Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Dortmund.

Das Projekt „DoZirkulär2030: zirkulär und gemeinwohlorientiert wirtschaften“ hat zum Ziel die Potenziale der Kreislaufwirtschaft in Dortmund zu heben und dadurch zu einer krisensicheren und zukunftsfesten Wirtschaft beizutragen. Insgesamt werden 17 Pilotprojekte innerhalb der drei Wertschöpfungsketten Bauen, Elektronik und Ernährung umgesetzt. Das Projekt DoZirkulär2030 wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Zukunft Region“ finanziert. 

 

Alle weiteren Informationen zum INNOSPRINT Zirkuläres Bauen gibt es unter https://greenhouse.ruhr/programme/innosprint/

Autor*in
Eva Wascher